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Wie verwendest Du den Knivesandtools Snap Sharpener?

Der Knivesandtools Snap Sharpener ist der neue beste Freund Deines Messers. Mit diesem Schleifer hat Ruud Reinen beim HaveAKnivesDay-Festival dreimal den Schärfetest-Wettbewerb gewonnen! Seinen Prototyp haben wir gemeinsam mit ihm zu einem kompakten, kompletten Messerschärfer weiterentwickelt.

Knivesandtools Snap Sharpener

Zuerst feststellen, wie stumpf Dein Messer ist

Bevor Du beginnst, solltest Du feststellen, welcher Schleifschritt nötig ist. Schließlich musst Du nicht jedes Mal den gesamten Vorgang ab Körnung 360 durchlaufen.

Ist das Messer wirklich stumpf? Dann beginnst Du mit dem Diamantschleifstein mit Körnung 360. Dieser relativ grobe Stein trägt genügend Material ab, um eine stumpfe Schneide wieder neu aufzubauen.

Ist die Schneide noch in einem recht guten Zustand und möchtest Du vor allem die Schärfe wiederherstellen? Dann beginnst Du direkt mit dem Diamantschleifstein mit Körnung 600. So trägst Du nicht unnötig viel Stahl ab. Für ein kleines Touch-up kann sogar der Schleifstab mit Körnung 1000 oder nur das Leder ausreichen. Möchtest Du mehr über Körnungen erfahren? Dann lies unseren ausführlichen Artikel.

Knivesandtools Snap Sharpener halb geöffnet

Schritt 1: Öffne den Snap Sharpener

Ziehe die beiden Holzteile auseinander. Die Magnete sorgen dafür, dass der Schleifer nach dem Gebrauch wieder sauber zuschnappt. Daher kommt auch der Name Snap Sharpener! Beim Schleifen können dieselben Magnete die Klinge anziehen. Lege deshalb beim Schleifen Deinen Daumen über den Magneten. So schirmst Du ihn ab und verhinderst, dass die Klinge während einer Schleifbewegung unerwartet zum Holz gezogen wird.

Dein Daumen dient dabei gleichzeitig als praktischer Referenzpunkt, an den Du die Klinge anlegen kannst. Von dieser Position aus kannst Du das Messer langsam neigen, bis die Schneide vollständig auf dem Schleifstein aufliegt. So findest Du leichter den richtigen Schleifwinkel und kannst ihn beim Schleifen möglichst konstant halten.

Schritt 2: Finde den richtigen Schleifwinkel

Ein gleichbleibender Schleifwinkel, den Du bei jeder Schleifbewegung möglichst konstant hältst, ist wichtiger als der Versuch, eine bestimmte Gradzahl ganz genau einzuhalten.

Lege die Klinge zunächst relativ flach auf die Diamantplatte. Hebe anschließend den Klingenrücken langsam an, bis die Schneide vollständig auf dem Schleifstein aufliegt. Diesen Winkel versuchst Du beim Schleifen beizubehalten.

Fällt es Dir schwer zu erkennen, ob der Winkel stimmt? Male die Schneide zunächst mit einem wasserfesten Stift an. Führe anschließend eine ruhige Schleifbewegung über den Diamantschleifstein aus und prüfe, an welchen Stellen die Farbe verschwunden ist. Wurde die Farbe über die gesamte Breite der Schneide abgeschliffen? Dann hast Du den richtigen Schleifwinkel gefunden. Bleibt die Farbe nur direkt an der Schneidkante stehen, hältst Du das Messer zu flach. Bleibt die Farbe dagegen oben an der Schneide stehen, hältst Du das Messer zu steil. Passe den Winkel etwas an und kontrolliere erneut.

Mit diesem Trick siehst Du sofort, welchen Teil der Schneide Du tatsächlich bearbeitest. Besonders wenn Du noch nicht oft freihändig geschärft hast, kannst Du so ganz einfach den richtigen Winkel finden.

Am Anfang erfordert es noch etwas Aufmerksamkeit, diesen Winkel konstant zu halten. Nach einigen Schleifvorgängen fällt es Dir zunehmend leichter, bei jeder Bewegung denselben Winkel beizubehalten. Arbeite vor allem in Ruhe. Schnell zu schleifen bringt wenig, wenn Du dabei ständig den Winkel veränderst.

Knivesandtools Snap Sharpener geöffnet

Schritt 3: Schleifen mit Körnung 360

Verwende den Diamantschleifstein mit Körnung 360, wenn Dein Messer ziemlich stumpf ist oder die Schneide neu aufgebaut werden muss.

Setze den Klingenansatz auf den Schleifstein. Bewege das Messer anschließend ruhig über den Diamantschleifstein und arbeite vom Klingenansatz zur Spitze. Dabei bewegst Du die Klinge seitlich, sodass am Ende die gesamte Länge der Schneide über den Stein geführt wurde.

Beim Schleifen des gebogenen Klingenbauchs bis zur Spitze musst Du die Bewegung etwas anpassen. Hebe den Griff allmählich an, während Du Dich zur Spitze vorarbeitest. So bleibt auch der gebogene Bereich der Schneide in Kontakt mit dem Schleifstein.

Übe nur wenig Druck aus. Diamant schleift sehr effektiv und stärkeres Drücken beschleunigt den Vorgang nicht auf sinnvolle Weise. Im Gegenteil, bei zu viel Druck können Diamantpartikel aus der Metallschicht gedrückt werden. Diese Beschädigung ist dauerhaft.

Schleife eine Seite so lange, bis Du auf der gesamten gegenüberliegenden Seite der Schneide einen Grat fühlst. Ein Grat ist eine sehr feine Stahlkante, die beim Schleifen auf die andere Seite der Schneide gedrückt wird. Prüfe dies vorsichtig mit Deiner Fingerspitze, indem Du von der Klinge in Richtung Schneide fühlst. Fahre niemals in Längsrichtung an der scharfen Schneide entlang.

Spürst Du den Grat vom Klingenansatz bis zur Spitze? Drehe das Messer um und wiederhole den Vorgang auf der anderen Seite. Schleife weiter, bis sich der Grat auf die ursprüngliche Seite verlagert hat.

Schritt 4: Verfeinern mit Körnung 600

Nach dem Diamantschleifstein mit Körnung 360 oder wenn Dein Messer noch recht scharf ist, schleifst Du mit dem Schleifstein mit Körnung 600 weiter. Dieser verfeinert die Schneide und reduziert die gröberen Schleifspuren, die beim ersten Schritt entstanden sind.

Verwende denselben Schleifwinkel wie beim vorherigen Schritt. Arbeite erneut vom Klingenansatz bis zur Spitze und achte besonders darauf, beide Seiten gleichmäßig zu schleifen.

Reduziere den Druck gegen Ende noch etwas weiter. Du kannst außerdem immer häufiger die Seite wechseln, beispielsweise mit einer ruhigen Schleifbewegung links und anschließend einer rechts. Dadurch entfernst Du den Grat nach und nach und bereitest die Schneide auf den nächsten Schritt vor.

Den Schleifstab verwenden

Der Aluminiumoxid-Schleifstab hat eine Körnung von 1000 und einen Durchmesser von 4 mm. Bei einer normalen Klinge kannst Du damit die Schneide nach den Diamantschleifsteinen noch weiter verfeinern. Besonders nützlich ist der Stab bei Klingenformen, die sich auf einem flachen Stein nur schwer schleifen lassen.

Ein gutes Beispiel ist eine Recurve-Klinge, deren Schneide nach innen gebogen ist. Ein flacher Schleifstein kann einen solchen Bereich nicht überall richtig erreichen. Mit dem runden Schleifstab gelingt das hingegen problemlos.

Auch bei einem Wellenschliff verwendest Du den Stab auf der Seite, auf der die Wellen eingeschliffen sind. Suche wieder den vorhandenen Schleifwinkel und führe den Stab ruhig durch jede einzelne Welle. Arbeite kontrolliert und trage nicht mehr Material ab als nötig.

Schritt 5: Abziehen auf dem Leder

Nach dem Schleifen ist das Leder an der Reihe. Klappe den Schleifer zu und beginne mit der rauen Seite, auf der sich eine grüne Compound mit einer Körnung von etwa 4 Mikron befindet. Diese feinen Schleifpartikel helfen dabei, kleine Schleifspuren zu reduzieren und die Schneide weiter zu polieren.

Beim Abziehen auf Leder bewegst Du das Messer so, dass die Schneide von der Bewegungsrichtung weg zeigt. Ziehe das Messer also mit dem Klingenrücken voran über das Leder. Würdest Du die scharfe Schneide nach vorne bewegen, würdest Du in das Leder schneiden.

Übe nur wenig Druck aus und ziehe die gesamte Klinge vom Klingenansatz bis zur Spitze über das Leder. Wechsle regelmäßig die Seite und versuche, ungefähr denselben Winkel wie beim Schleifen beizubehalten. Der Schleifwinkel ist hierbei allerdings etwas weniger entscheidend, da sich das Leder an die Schneide anpasst.

Arbeite anschließend auf der sauberen Seite des Leders weiter. Diese Seite ist bewusst nicht mit Compound versehen und dient als letzter Schritt, um die Schneide weiter zu verfeinern und mögliche letzte Reste des Grats zu entfernen. Führe erneut ruhige, abwechselnde Bewegungen aus und übe dabei möglichst wenig Druck aus.

Prüfe anschließend die Schärfe zum Beispiel mit einem Blatt Papier. Schneidet das Messer ohne viel Kraft sauber durch das Papier und bleibt dabei nirgendwo hängen? Dann hast Du die Schneide gleichmäßig bearbeitet. Falls nicht, schleifst Du einfach noch etwas weiter.

Knivesandtools Snap Sharpener geöffnet, Außenseite

Noch ein Hinweis zu neuen Diamantschleifsteinen

Ein neuer Diamantschleifstein fühlt sich bei den ersten Anwendungen oft gröber an, als Du aufgrund der angegebenen Körnung erwarten würdest. Das ist normal. Locker sitzende und etwas weiter hervorstehende Diamantpartikel arbeiten sich bei den ersten Schleifvorgängen ein, wodurch sich die Oberfläche anschließend gleichmäßiger anfühlt.

Versuche nicht, diesen Vorgang durch zusätzlichen Druck zu beschleunigen. Lass die Diamantpartikel die Schleifarbeit erledigen. Die Schleifplatten des Snap Sharpener sind nicht austauschbar, halten bei normaler und sachgemäßer Verwendung aber mehrere Jahre.

Der vielleicht wichtigste Tipp lautet, dass Du Dir Zeit nehmen solltest. Ein konstanter Schleifwinkel, leichter Druck und kontrollierte Bewegungen bringen mehr, als möglichst schnell viele Schleifbewegungen auszuführen. Nach einigen Schleifvorgängen wirst Du merken, dass es immer natürlicher wird, den richtigen Winkel zu finden und beizubehalten.

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